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Der Pfarrgemeinderat ist das pastorale Leitungsgremium der Pfarrgemeinde. Er ist verantwortlich für die inhaltliche Schwerpunktsetzung des Gemeindelebens. Das Gremium ermöglicht, Verantwortung in der Pfarrgemeinde gemeinsam zu tragen. Seine Aufgabe ist es, in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, je nach Sachbereichen beratend oder beschließend mitzuwirken.
Als Pastoralrat hat der Pfarrgemeinderat den Pfarrer zu beraten und zu unterstützen. Dies gilt besonders in den Bereichen, in denen der Pfarrer als der vom Erzbischof entsandte Seelsorger und Leiter der Gemeinde besondere Verantwortung trägt:
- für die Einheit der Gemeinde sowie die Einheit mit dem Erzbischof und damit mit der Weltkirche;
- für die rechte Verkündigung der Heilsbotschaft;
- für die Feier der Liturgie und der Sakramente;
- für die Bemühungen um die Einheit der Christen und die Zusammenarbeit mit den christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften.
In diesen Bereichen ist der Pfarrgemeinderat vom Pfarrer zur Beratung hinzuzuziehen. (§ 3 der Satzung der Pfarrgemeinderäte im Erzbistum in der Fassung vom 1. Oktober 1994)
Als Organ des Laienapostolats hat der Pfarrgemeinderat in eigener Verantwortung tätig zu werden und zu beschließen. Aus der Fülle seiner Aufgaben muss er sich Schwerpunkte setzen.
Aufgaben in der Pfarrgemeinde:
- das Bewußtsein für die Mitverantwortung in der Gemeinde zu wecken und zu fördern. (Wie können Gemeindemitglieder für die Veranstaltungen einzelner Gruppen, z.B. für Ökumene, Jugendveranstaltungen, Sonntagsfrühschoppen, Gemeindefeste interessiert werden?
- Gemeindemitglieder für Dienste der Glaubensunterweisung zu finden. (Wer bereitet Kinder auf die Erstkommunion vor? Wie und wann werden junge Menschen auf die Firmung vorbereitet? Interessiert das unsere Gemeinde?)
- Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung der Gottesdienste einzubringen.
- Wahrnehmung und Förderung Caritativer Dienste (Besuche bei Alleinstehenden, Kranken, Neuzugezogenen…)
- Ermöglichung seelsorgerischer Hilfe für besondere Lebenssituationen (Alleinerziehende, Arbeitslose, Migranten…)
- Verantwortung für eine christliche Erziehung wachhalten
- Ökumenische Zusammenarbeit suchen und fördern
- Kontakt zu katholischen Organisationen, Einrichtungen und Initiativen halten
- Kontakt zu denen suchen, die dem Gemeindeleben fernstehen
- Information, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit intern und extern
- Arbeitsfelder im überpfarrlichen und im kommunalen Bereich
Daneben gibt es im Laufe eines Kirchenjahres natürlich eine ganze Reihe von Festen und Feiern, die organisiert werden müssen. Auch diese „normalen” Abläufe halten einen Pfarrgemeinderat ganz schön in Atem.
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