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Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, so ist es auch mit dem Wort, dass meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht mehr zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.
Liebe Gemeinde,
diese Stelle aus der Heiligen Schrift bewegte mich im Innersten während unseres Pfarrfestes. Die Christen entdecken die Stimme Gottes in jedem Ereignis, und ich habe mich gefragt: „Was wollte uns Gott damit sagen?“ Der Regen fiel genau in dem Moment, in dem wir vom Wortgottesdienst zur Eucharistie übergehen wollten, so dass wir gezwungen wurden, uns als ein Volk auf den Weg zur Kirche zu machen, um dort Schutz zu finden. Was wollte uns Gott damit sagen? Das eingangs genannte Wort des Propheten Jesaja lässt uns verstehen, dass Gott mit unserer Gemeinde/Gemeinschaft etwas bewirken und erreichen will. Aber was?
In den letzten Jahren mussten wir die Fusion unserer Gemeinden bewältigen, und es war nicht einfach. Vieles ist gelungen, aber einiges ist verloren gegangen. Als wir beim Pfarrfest unterwegs waren, um Zuflucht in der Kirche zu finden, wurde mir klar, dass alles, was in diesen beiden Jahren geschehen ist, Gott erlaubt hat, um uns alle verstehen zu lassen, dass das Geheimnis der Eucharistie das Zentrum unserer Gemeinde ist. In der Eucharistie sind wir eins mit der Ortskirche und mit der Weltkirche. Jedes mal, wenn wir die Eucharistie feiern, ist die ganze Kirche anwesend, so dass, wenn die Eucharistie an irgendeinem Ort unserer Gemeinde gefeiert wird, die ganze Gemeinde und die ganze Kirche zugegen sind.
Die Eucharistie ist an das Priestertum gebunden. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (1 Kor 11,24). Ohne Priester keine Eucharistie. Der Papst Benedikt XVI hat die ganze Kirche zu einem Priesterjahr aufgerufen, in dem wir für die Priester und für Berufungen zum Priesteramt beten sollen. Ich lade die Gemeinde ein, jede Woche zur Eucharistischen Anbetung zu kommen, um dieses Anliegen aufzunehmen, und zwar jeden Mittwoch nach der 9-Uhr-Messe in St. Joseph und jeden Freitag im Anschluß an die Messe um 18:00 Uhr in St. Stephanus, jeweils eine halbe Stunde.
Ihr Pfarrer Fernando Yago Cantó
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