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Gemeinsame Reise der Kolpingfamilien Siemensstadt und Haselhorst nach Köln und Kerpen
Auch kirchliche Fusionen haben ihre Tücken, da – wie in diesem Falle – Kolpingfamilien befürchteten, ihre Eigenständigkeiten zu verlieren. Dies war der wichtigste Grund, den Kolpinggedenktag durch eine Wallfahrt nach Köln und Kerpen gemeinsam zu begehen. Ein weiterer Grund war es, uns einfach näher kennen zu lernen.
Organisiert wurde die Reise von Kolpingjugendlichen beider Kolpingfamilien.
Am 5. Dezember 08, gegen Mittag, ging die Reise vom Bahnhof Spandau los. Zur allgemeinen Freude begleitete uns der frühere Präses von St. Joseph, Pfarrer Schicks.
Unsere Unterbringung in einem guten Hotel in Köln trug zur lockeren Stimmung bei und wurde auch durch heftigen Regen nicht getrübt. Das erste Kölsch hat fast allen gut gemundet. In einer typisch „Kölschen“ Kneipe fand der Abend unter „geistlichem Beistand“ einen fröhlichen Abschluss mit einer besonderen Empfehlung der Kolpingfamilie St. Joseph, Siemensstadt.
Der zweite Tag begann mit einer netten Überraschung, denn wir fanden alle einen kleinen Nikolausgruß vor unserer Zimmertür. Auf unserm Programm stand der Besuch des Geburtsortes von Adolph Kolping, Kerpen. Beim Mittagessen im Kolpinghaus trafen wir zufällig den Vorsitzenden der Kolpingfamilie Kerpen, der spontan eine Führung durch die Stiftskirche und das Geburtshaus Kolpings anbot. Am Primizaltar von Kolping haben wir gemeinsam gesungen und gebetet. Abschließend konnte jeder seine eigenen Sorgen und Bitten beim Vorbeiziehen am Altar still formulieren.
Zurück in Köln fanden wir uns am Grab von Adolph Kolping in der Minoritenkirche zu einer kleinen Andacht und einer freundlichen Führung ein. Der Kolpingshop hatte für uns extra geöffnet. Der Kaffee für 20 Cent! war Klasse.
Hungrig und durstig schmeckten uns Essen und Trinken im „Gaffel Haus“ hervorragend. Zu unserer großen Freude gesellte sich unser neuer Bundespräses, Ottmar Dillenburg, zu uns. Seine offene und kontaktfreudige Art erleichterte uns allen das Kennenlernen.
Der Sonntag begann mit der heiligen Messe in der Minoritenkirche, gefeiert vom Bundespräses; Pfarrer Schicks konzelebrierte. Die Predigt von Ottmar
Dillenburg regte zum Nachdenken und zur Aufmunterung an.
Gelegenheit zu Gesprächen zwischen den Mitgliedern der beiden Kolpingfamilien boten sich immer wieder; öfter durch das Wort “mischen!“.
Die fröhliche Stimmung auf der Rückfahrt hielt leider nur von Köln bis kurz vor Wolfsburg, weil die akute Erkrankung eines Kolpingbruders den Einsatz des Notarztes im Bahnhof Wolfsburg erforderte. Der Professionelle Einsatz von unseren Kolpingjugendlichen Daniel Buchholz und Christian Rybot, sowie die schnelle und überlegte Reaktion der Zugbegleiterin sind hier besonders hervorzuheben.
Nicht nur für diesen Einsatz gebührt den beiden besonderer Dank, sondern ebenfalls für die perfekte Organisation der gesamten Reise.
Wir hoffen, dass das Ziel der Reise, besseres gegenseitiges Kennenlernen, durch weitere gemeinsame Aktivitäten lebendig gehalten wird.
Agnes Lammert und Franz Schmidt-Lammert, Kolpingsfamilie Siemensstadt
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