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Weiße Rose - Oper in Maria Regina Martyrum
Bereich: Gemeindeleben / Maria Regina Martyrum
Freitag, 16. Januar 2009
Oper von Udo Zimmermann nach Texten von Wolfgang Willaschek
Wann?
29., 30. und 31. Januar 2009 um 20 Uhr
Wo?
Gedenkkirche Maria Regina Martyrum,
Heckerdamm 230-232 * 13627 Berlin
Wer?
Lena Stolze Sprecherin
Doris S. Langara Sopran
Herman Wallén Bariton
modern art ensemble, Leitung: Titus Engel
Eintritt:
12 €, ermäßigt 7 €
Vorverkauf und Vorbestellung im Kloster-Laden,
Tel.: 030-364 117 20
Ausstellung
Parallel dazu gibt es eine Ausstellung „Die Weiße Rose“ im Canisius-Kolleg in der Tiergartenstr. 30/31, 10785 Berlin.
Vom 26. Januar bis 1. Februar 2009
26.1. – 30.1.: Besuch nur nach Vorabsprache: 030/26481136
31.1. und 1.2.: 11.00 Uhr 17.00 Uhr: Offen, Eintritt frei
Zur Oper
Udo Zimmermanns (in Berlin kaum aufgeführte) Kammeroper “Die weiße Rose” vergegenwärtigt in 16 Szenen den Widerstand Hans und Sophie Scholls. Die der Oper zugrunde liegenden Texte von Wolfgang Willaschek beruhen auf Briefen der beiden in München Stadelheim hingerichteten Geschwister. Udo Zimmermann wagt eine emotionale Annäherung an die Stimmungen und Gedanken ihrer letzten Stunden und bringt uns ihre Liebe zum Leben, zur Natur, ihren Aufruf zu Menschlichkeit, ihren Widerstand gegen das Unrecht nahe. Seine hochexpressive Musik kontrastiert ihren Traum von Hoffnung mit dem Schrei ihrer realen Verzweiflung, ihren Zweifel mit klarer Bekenntnis.
Gib Licht meinen Augen
Oder ich entschlafe des Todes
und mein Feind könnte sagen
über den ward ich Herr.Der Aufführungsort, die Gedenkkirche Maria Regina Martyrum ist der zentrale Ort des deutschen Katholizismus für das Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Die Kirche ist mit dem benachbarten evangelischen Gemeindezentrum durch einen gemeinsamen Glockenturm verbunden. Der moderne Kirchenraum erlaubt eine konzentrierte und schlichte Darstellung des Werkes, auf eine szenische Gestaltung wird verzichtet, an drei Abenden wird die “Die weiße Rose” konzertant aufgeführt.
Der Aufführung der Oper von Udo Zimmermann wird eine Lesung aus Briefen und Tagebüchern Sophie Scholls vorangestellt.
Wer war Sophie Scholl? Woher nimmt sie den Mut zum Widerspruch, woher ihre Kraft Denken und Tun untrennbar ihrem Gewissen anzuvertrauen? In ihrer vielleicht wichtigsten Hinterlassenschaft, ihren Briefen und Tagebüchern erleben wir Sophie Scholls klare Gedankenwelt.
“ich empfand sophie als eine moralische instanz. sie beharrte auf der übereinstimmung von denken und tun und sah in der art, wie eine solche übereinstimmung zustande gebracht wurde, den grad der entfaltung einer persönlichkeit.” (Otl Aicher)
Unsere Veranstaltung soll Sophie Scholl und die Widerstandskämpfer der “Weißen Rose” in das Gedächtnis Berlins zurückrufen. Wir möchten religiösen und konfessionellen Grenzen überwinden und die “Weiße Rose” als ein Beispiel universeller Menschlichkeit sowie ihren Widerstand gegen das Unrechtssystem als Vorbild für jeden würdigen.
Der Schwerpunkt unserer Aufführung der “Weissen Rose” liegt in einem künstlerisch interessanten und anspruchsvollen Zusammenspiel der Musik von Udo Zimmermann und der Stimme Sophie Scholls, die der Emotionalität der Musik die klare Sprache ihrer politischen Gedanken entgegensetzt. Ergänzt wird die Aufführung durch die Ausstellung “ Die Weiße Rose – Gesichter einer Freundschaft”, die wir von der Kulturinitiative Freiburg übernehmen und die ab dem 26.1.09 im Canisius Kolleg im Tiergarten allen Interessierten zugänglich ist.
Im Zusammenhang mit den Aufführungen der Oper ist an einen ökumenischer Gottesdienst gedacht.
Durch die Solisten Doris S. Langara und Herrman Wallén werden die Figuren Sophie und Hans Scholls durch junge, herausragende Sänger besetzt, der Dirigent Titus Engel und das modern art ensemble sind profilierte Akteure der reichen Neuen Musik Szene Berlins. Die Schauspielerin und künstlerische Leiterin des Projektes, Lena Stolze, wird aus den Briefen von Sophie Scholl lesen. Sie hat Sophie Scholl in den Filmen von Michael Verhoeven undPercy Adlon verkörpert.
Quelle und weitere Informationen zur Oper finden sich beim Canisius-Kolleg.
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